Die Sonne war gerade aufgegangen, als wir uns vor dem Gerätehaus getroffen haben, denn der heutige Tag sollte uns zum Gelände der Landesfeuerwehrschule in Harrislee führen. Vor Ort angekommen, konnten wir bei einem ersten Rundgang einen Eindruck von der Größe und den Möglichkeiten des Übungsgeländes bekommen.

Dass dieses ein anstrengender Tag werden würde, war jedem klar, doch noch vor dem Frühstück gab es bereits die erste Einsatzübung: Einen Trafobrand in der Nähe eines Hauses. Nach wir die Übung gemeistert hatten, gab es dann auch endlich das ersehnte Frühstück.

Anschließend ging es sofort weiter zu einem Brand in einem mehrstöckigem Gebäude, bei dem zwei Bewohner gerettet und versorgt werden mussten.

Der nächste Einsatz gestaltete sich bereits bei der Anfahrt herausfordernd, weil er in zwei Einsätze aufgeteilt wurde. Es galt, eine Person zu versorgen und zu retten, die ihre Hand in einer Bohrmaschine bekommen hatte. Parallel dazu war beim anderen Einsatz eine Person vom Dach gefallen und von einem Eisenstab aufgespießt worden. Als wäre die Versorgung dieser Person nicht schon herausfordernd genug, hatten wir es leider auch noch mit zwei Gaffern zu tun, weswegen wir sogar einen Sichtschutzzaun aufbauen mussten.

Der letzte Einsatz führte uns zu einem defekten Kesselwaggon, dessen auslaufende Flüssigkeiten wir aufgefangen haben. Da sich der Kesselwaggon auf einer Bahnstrecke mit Oberleitung befand, musste diese zunächst noch geerdet werden.

Am späten Nachmittag ging es dann wieder zurück nach Hause. Somit ging für uns ein toller, aber auch anstrengender Tag zu Ende, bei dem wir viel gelernt und Bekanntes wieder aufgefrischt haben. Es war dabei sehr hilfreich, dass wir mit so vielen Kameraden vor Ort waren, um die verschiedenen Rollen (Gaffer, Verletzte und zu rettenden Personen) zu besetzen. Zusammen mit dem Möglichkeiten des Geländes konnten wir somit besser und realer die verschiedenen Einsatzszenarien üben.